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Beispiele von Auswirkung sozialer Ängste im Alltag der Betroffnen
 
Die nachfolgenden Geschichten mit authentischen Charakter sollen einen kleinen Einblick geben, wie sich die Soziale Phobie im Alltag der Betroffenen auswirken kann. Sie werden sehen daß die Soziale Phobie viele Facetten hat.
 
Beispiel 1
Peter S. 23 J. gilt als schüchtern. Die meiste Zeit verbringt er zu Hause in seinem Hobbyraum. Auf andere Menschen geht Peter nur selten zu und wenn ihn jemand unerwartet anspricht wird er schnell rot.
 
Da er nur wenig mit Menschen zu tun hat, hat er es nie gelernt wie er mit anderen Kontakt aufnehmen kann. Peter hatte deshalb noch nie eine Freundin. Einladungen zu Partys weicht er meistens aus und gar in eine Disco zu gehen ist für ihn unvorstellbar. Dabei fühlt er sich sehr einsam und würde all diese Dinge gerne tun.
 
Am Wochenende war Peter auf eine Feier eingeladen. Diesmal fand er keine Ausrede. Während sich die anderen Gäste fröhlich unterhielten und Spaß daran hatten unter neuen Menschen zu sein, saß Peter die ganze Zeit ruhig in einer Ecke und hoffte daß die Feier bald zu Ende sei. Er fühlte sich ganz klein und die Gedanken drehten sich darum mit den anderen nicht mithalten zu können.
 
Peter wäre in dieser unangenehmen Situation gerne gegangen, aber auch das traute er sich nicht mitzuteilen.
 
Beispiel 2
Manfred B. 42 J. ist ein aufgeschlossener Mensch. Er hat einen großen Freundeskreis und gibt kaum eine Gelegenheit, die er ausläßt, um auf einer Party dabei zu sein oder sich in seinem Verein zu engagieren.
 
Manfred ist Mitarbeiter im Außendienst und repräsentiert die Produkte seiner Firma. Dadurch kommt er häufig mit Kunden in Kontakt und muß an internen Besprechungen der Firma teilnehmen. Er hat sich den Beruf ausgesucht und tut seine Arbeit eigentlich gerne.
 
Doch durch seine Angst sich zu blamieren und als inkompetent zu gelten, ist es nicht immer einfach für Ihn. Dabei beherrscht er sein Wissen perfekt. Manfred bekommt feuchte Hände wenn er die Kunden begrüßen muß. Bei einer Präsentation legt er die Folie mit zitternden Händen auf den Overheadprojektor. Alleine der Gedanke an solche Situationen bereitetet ihm enorme Angst.
 
Beispiel 3
Silke K. 30 J. ist Hausfrau. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und fühlt sich in ihrer Familie wohl.
 
Aber das Einkaufen ist für Silke eine Qual. Trotz der schlechten Parkmöglichkeiten in der Innenstadt fährt sie nicht mit dem Bus. Es ist für sie unerträglich wenn ihr andere Menschen ins Gesicht sehen. Wenn Silke im Supermarkt an der Kasse steht befürchtet sie ohnmächtig zu werden.
 
Als sie feststellt daß die Kassiererin einen zu hohen Betrag eingetippt hat reklamiert sie es nicht und verläßt schnell die Kasse. Silke kauft ungeachtet von Sonderangeboten ihre Waren immer im selben gewohnten Geschäft.
 
Handlungen, Namen und Angaben zu Personen in den Geschichten sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit Personen und Ereignissen sind rein zufällig.
 
 
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Version 1.10 / 24.08.2010 / © 1999-2010 Dietmar Sovonja, alle Rechte vorbehalten.